Max Becker Deutscher Vizemeister im Downhill

von Tobias Scheller

Max Becker aus Hünfeld wurde mit unter eine Sekunde Rückstand neuer Deutscher Vizemeister im Downhill Sport

Ilmenau - Für ein spannendes Wochenende im thüringischen Ilmenau, wo die diesjährige deutsche Meisterschaft im Downhillsport ausgetragen wurde, sorgte der Hünfeld Max Becker (MTB Bieberstein-Langenbieber e.V.). In der Pro U17 Klasse holte sich der 15-jährige Max Becker den Titel des Deutschen Vizemeisters.
Ilmenau hat erneut ein großartiges Rennen abgeliefert. Der Klassiker in der Thüringer Universitätsstadt bot den perfekten Schauplatz für die Titelvergabe der Deutschen Meister 2022.

Seit mehr als einem Vierteljahrhundert werden in Ilmenau Downhillrennen ausgetragen. Die Universitätsstadt im Thüringer Wald ist damit einer der ältesten Veranstaltungsorte Deutschlands. Nun konnte nach zweijähriger pandemiebedingter Pause die Geschichte des Rennens mit dem bezeichnenden Namen „Absolute Abfahrt“ fortgeschrieben werden. Diesmal gab es allerdings noch ein weiteres Highlight neben dem Lauf zum international ausgetragenen iXS Downhill Cup, denn zum vierten Mal war Ilmenau Gastgeber der Deutschen Meisterschaft.


Die Strecke am Lindenberg wurde für den Anlass wieder mühevoll präpariert und die Crew um den ausrichtenden Verein ILRC hat einmal mehr ganze Arbeit geleistet und den etwa 1,5 Kilometer langen Kurs mit 220 Höhenmetern in einen fordernden Schauplatz für das wichtigste Rennen der deutschen Downhill-Szene verwandelt. Die Strecke beinhaltete Highspeed-Abschnitte, offene Kurven, Anlieger, ein wirklich hartes Steinfeld und große Sprünge, teilweise als Road-Gaps und ganz zum Schluss die spektakuläre Zieleinfahrt über den ehemaligen Schanzenauslauf. Grundsätzlich besteht der Untergrund aus Waldboden, Wurzeln und sehr vielen Steinen. Die Bedingungen waren sehr sommerlich, manchmal fast schon zu heiß, aber auf jeden Fall sehr trocken. Dadurch verwandelte sich der Boden in Staub und immer mehr Geröll kam hervor. Am Freitag begann die Veranstaltung offiziell mit dem Abholen der Startnummer und dem anschließenden Track Walk. Am Nachmittag hatten die etwa 500 Teilnehmer aus 17 Nationen vier Stunden Zeit sich die Linien auszuwählen und diese zu trainieren. Der Untergrund wurde immer tiefer und der Zielbereich immer staubiger. Nach einer entspannten Trainingssession ließen die Teilnehmenden den Tag gemütlich im Fahrerlager ausklingen. Die Streckenbaucrew hat die Abendstunden noch einmal genutzt und einige Stellen gewässert, um den baulichen Anlagen die nötige Festigkeit zu geben.

In der Nacht regnete es dann leicht, so dass zumindest die Waldbrandgefahr etwas gebannt wurde. An der Strecke hat sich allerdings nicht wirklich viel verändert. Der Samstagmorgen startete dann nicht ganz so heiß, so dass die Trainingsbedingungen optimal waren. Der Nachmittag war dann dem Seeding Run vorbehalten und somit wurde es das erste Mal spannend. Bereits bei den lizenzfreien Kategorien wurden schon ordentliche Zeiten vorgelegt, so dass das Moderatorenduo Uwe Buchholz und Steffen Marquardt diskutierte, wann wohl erstmals eine Zeit von unter zwei Minuten fallen würde.

Tatsächlich dauerte es eine ganze Weile und erst die letzten der Elite Men Klasse waren dazu in der Lage. Am Ende waren es tatsächlich nur drei Fahrer, denen dies gelang. Der Sonntag war dann von Anfang an warm und sonnig. Recht ruhig begannen die letzten Trainingsstunden, bevor es dann am Mittag ernst wurde. Sowohl die Strecke als auch der Zielbereich füllten sich stetig und es kam wieder die besondere Ilmenauer Stimmung auf. Die legendäre Fankurve war gut und laut besetzt, so dass sie ihrem Ruf einmal mehr gerecht wurde.

Die Veranstaltung war aber mit dem Rennen noch nicht beendet, weil die Siegerehrung tatsächlich ein kleines eigenes Event ist. Kettensägen, Sekt-, Bier- und Wasserduschen, Stagediving und unendlich viel Applaus von einer riesigen Menge lieferten die standesgemäße Atmosphäre für den Abschluss eines einzigartigen Wochenendes. Weiter geht es nun nicht ganz planmäßig, da das Finale in Bad Tabarz aufgrund von erhöhter Waldbrandgefahr verschoben werden musste. Somit findet der iXS Downhill Cup erst Anfang September seinen Abschluss.

Fotoquelle Bild 1+2: www.rootsandrain.com
Fotquelle: www.mtb-news.de

Weiterführende Links:

www.mtb-news.de

https://www.mtb-news.de/news/deutsche-downhill-meisterschaft-2022-ilmenau-fotostory-vom-finale/?utm_source=site&utm_medium=&utm_campaign=email

www.racement.com

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